Reisebericht Bachforellen an Kharlovka und Litza auf der Kola Halbinsel, Juli 2018

Ende Juli 2018 war es endlich wieder soweit: erstmals in neuer Rolle als Gruppenleiter durfte ich Benjamin, Joel, Kevin, Robin und Sascha aus dem schweizerischen Wallis sowie Uwe und Renée aus dem Großraum Stuttgart als Teil einer zweiten Gruppe in die russische Tundra jenseits des Polarkreises begleiten. Im Gegensatz zu den Vorjahren stand unsere Reise auf die Kola-Halbinsel unter dem Einfluß des heißen Rekordsommers 2018 mit Temperaturen von bis über 30°C während der langen Polartage.

 

Baden im Homepool

 

Bei diesen „low water conditions“ und im Hinblick auf Wassertemperaturen bis zu 23°C sogar in den nordischen Flüssen mussten wir auf den eigentlich vorgesehenen Helikoptertransfer in der Mitte unserer Angelwoche verzichten, da die irregulären Bedingungen ein verantwortungsvolles Fischen zumindest an der kleineren Litza unmöglich machten. Stattdessen befischten wir eine komplette Woche den Beat „Oset“ an der Kharlovka. Wir versuchten den Befischungsdruck in dieser Woche zu reduzieren indem wir auf der befischten Strecke tageweise rotierten und uns zudem jeden zweiten Tag auf den schweißtreibenden Marsch flussaufwärts zum nächsten Beat „Dream Kharlovka“ begaben. Erleichtert wurde uns der Weg über Stock und Stein der Tundra-Wildnis durch die immer wieder neben den zahllosen Rentierpfaden verlockenden, köstlichen Moltebeeren (Rubus chamaemorus) und Blaubeeren, die unter dem Einfluss der warmen Witterung ihrer Vegetationszeit voraus waren. Mit einer wahren Geschmacksexplosion im verdörrten Rachen des erschöpften Wanderers ließen sich wieder ungeahnte Energiereserven mobilisieren.

 

Moltebeeren

 

Bärenspur

 

Fischereilich hatten wir harte Arbeit zu verrichten, denn auch an den Traumgewässern der Kola-Halbinsel stellt sich der Erfolg nur mit einer effektiven Taktik und mit Fleiß ein. In Oset waren die klassischen „hotspots“ der Forellen durch die bereits weit aufgestiegenen Lachse besetzt. Wir fanden unsere Zielfische dann dennoch in den Strömungstaschen der sauerstoffreicheren, schnellen Passagen. In der Regel waren trocken gefischte Muster entweder als Attractor-flies, wie die „Allzweckwaffe“ Tschernobyl-Ant mit rubber legs (bis zu Hakengröße 6), aber auch natürlichere Köcherfliegenimitationen, wie die CDC-Caddis, oder Puppen-Muster im Oberflächenfilm, wie die Superpupa und die Dyret, erfolgreich. Die fischereilich versierten Schweizer Kollegen fischten streckenweise auch alternativ mit Nymphen und Streamern mit gutem Erfolg. Schlussendlich bleibt aber der majestetisch-gelassene oder auch mal wilde Biss einer großen Kola-Browntrout auf die Trockenfliege so eindrucksvoll, daß die klassische Trockenfliegenfischerei, vorwiegend in „dead drift“, absolut im Vordergrund steht. Leider erlebten wir in unserer Woche keine der legendären Caddis- oder Eintagsfliegen-Schlüpfe, so daß wir auch keine steigenden Fische gezielt anwerfen konnten. Angesagt war stattdessen das strukturierte Abfischen der heißen Zonen auf Verdacht. Am Beat „Dream-Kharlovka“ gelang es auf diese Weise aber erfreulicherweise doch in ganz klassischer „Kola-Manier“ die makellosen und bildschönen Forellen in den „V`s“ der Poolausläufe zum Steigen zu animieren. Es folgten atemberaubende Drills bevor die Fische letztlich getreu der ASR-Philosophie, nach zum Glück meist nur kurzer Regenerationsphase, behutsam releast wurden. Schlussendlich gelang es uns in den 6 Fischtagen 55 Forellen über 1kg zu landen. Die zwei größten Fische hatten jeweils 3 kg (Länge etwa 65-70cm). Weitere kapitale Fische wurden zwischen 2 und 3 kg gefangen.

 

Kola Bachforelle

Christoph mit Großforelle

Eine schöner als die andere…

 

Auf die oben bereits zitierte Tschernobyl Ant bissen außer den goldbäuchigen Browntrouts auch immer wieder einzelne suizidale Exemplare der ausgehungerten Tundrahechte und vor allem auch die Lachse. Insbesondere in den zwei großen Pools über unserem Homepool waren die großen Salmoniden immer wieder an der Oberfläche zu sehen. Dort gelang es dann tatsächlich die Lachse ans Band zu bekommen. Dabei verliefen unsere ersten gezielten Befischungsversuche sowie die im Verlauf immer wieder unverhofften Kontakte bei der Forellenpirsch meistens sehr einseitig und ließen jeweils enttäuschte Fischer zurück. Gefangen im akuten Adrenalinrausch bzw. eher im leider unmittelbar folgenden kalten Entzug bei zerfetztem Vorfach, aufgebogenem Hakenbogen oder mit offensichtlich unterdimensioniertem Kescher und verunglücktem Landungsversuch. Nichtsdestotrotz gelang es uns einige Grilse aber auch kapitale Lachse zu fangen. Am denkwürdigen Abend des ersten vollen Angeltages rang Benjamin einen 7,5 kg/90cm Muskelbarren am 0,22 Vorfach im Pool nieder. Nur 10 Minuten später wurde er von Joel „übertrumpft“, als dieser am wohlwissentlich kräftigerem 8er Gerät mit 0,30 Vorfach einen 9,5kg/102cm messenden Prachtmilchner ausdrillte. Den Fisch in den Armen haltend konnte Joel sein Glück kaum fassen. Unsere gesamte Gruppe konnte den Fang dieses „Lebensfisches“ live, sozusagen wie auf breiter Kinoleinwand, verfolgen. Wären da nicht ein paar Hundert der lästigen Sandflies und Moskitos vor Ort gewesen, so hätte man sich auch im Kinosaal beim RISE Flyfishing Film-Festival wähnen können.

 

Joel mit Großlachs

 

Igor, unser russischer Küchenchef und Begleiter, hatte dem heißen Wetter zu Trotz Berge von Fleisch in der Kühlung und zauberte uns immer wieder köstliche Gulaschs und Geschnetzeltes, um die geplünderten Energiedepots wieder aufzufüllen. Das Frühstück bot mit Porridge sowie Bacon and Eggs ausreichend Kalorien um über den Tag zu kommen und wurde mit neben dem Zelt gepflücktem, wildem Schnittlauch abgerundet. Der rascher als gedacht erschöpfte Wasservorrat wurde durch einen Versorgungsflug von der Kharlovka-Lodge aufgefüllt. Festlich begangen wurde in der Tundra der schweizerische Nationalfeiertag am 1.8 .2018 vor der am Zelt gehissten Walliser Flagge. Neben der Fischerei kam das freundschaftliche Gruppenerlebnis nicht zu kurz. Im gemeinschaftlichen Zelt wurde in den Schwaden der Mückenspiralen diskutiert, Fliegen gebunden und Pläne geschmiedet. Ganz punktuell wurde das Wohlbefinden durch den russischen Vodka in ungeahnte Ausnahmezustände gesteigert (einige Mitstreiter waren froh als sie am frühen Morgen das eigene Zelt gefunden hatten und haben dieses dann so schnell nicht wieder verlassen – obwohl die Sonneneinstrahlung das Schlafen im Tunnelzelt meist schon in den frühen Morgenstunden unmöglich machte). Abkühlung verschaffte man sich im Tagesverlauf am Besten durch ein beherztes Bad im Fluss, wobei danach beim Anziehen ein zügiges und strukturiertes Vorgehen notwendig war, wenn nicht ein kräftigerer Wind die Stechgeister vom gnadenlosen Beutezug abhalten konnte. Benjamin und Sascha machten schließlich aus der Not eine Tugend und führten den „New Zealand-wet-wading-style“ auch in der russischen Tundra ein.

 

Ben und Sascha vor der „wet wading“- expedition.

 

Am letzten Morgen haben uns verfrüht von der Küste ins Landesinnere ziehende Rentiere beim Zusammenpacken und beim Camp-Abbau begleitet. Von den Braunbären des Nordens hatten wir nur frische Spuren und Lager gefunden, ohne sie zu Gesicht zu bekommen. Die anhaltenden Kamikaze-Flugmanöver der von uns irritierten Seeschwalben, deren Gelege wir zwischen Oset und Dream wohl zu nahe kamen, hatten wir glücklich überstanden. Der Helikopter-pickup war, wie der gesamte organisatorische Ablauf in diesem Jahr ohne jede Komplikation oder zeitliche Verzögerung. Das gesamte ASR-Team hat wieder bewiesen, daß der großartige Service und die Organisation auf der Kola-Halbinsel Standards setzen.

 

Rentiere an der Kharlovka

 

Rentiere um das Camp und Seeschwalbe im Sturzflug.

 

Die Betreuung durch pukka destinations und Carsten Dogs im Vorfeld der Reise und als Back-Up während des Trips war in gewohnter Weise absolute Spitzenklasse. Ich bin sehr dankbar, in Vertretung für Carsten meinen kleinen Teil zu dieser perfekten Reise beigetragen zu haben.

So sind wir nun in heimische Gefilde zurückgekehrt. Der Tundra-Traum bestehend aus Ruhe, dem so kostbaren direkten Kontakt zur wilden Natur und den berauschenden fischereilichen Erlebnissen wird uns im Alltag hoffentlich lange begleiten und vermutlich den einen oder anderen später wieder an die Ufer der Flüsse der Kola Halbinsel führen.

 

Wilde und schöne Kharlovka

 

Gruppenbild am Rynda-Kreuz

 

Gruppenbild mit Koch und Gruppenleiter 🐟

 

 

HERZLICHEN DANK AN CHRISTOPH FÜR DIESEN AUSFÜHRLICHEN BERICHT. WER AUCH EINMAL DIE BESTE BACHFORELLENFISCHEREI DER WELT ERLEBEN WILL, MELDE SICH SCHNELL. DIE PLÄTZE SIND SEHR BEGRENZT UND IN DER REGEL SCHNELL AUSGEBUCHT 🙂
Der genaue Reisetermin 2019 wird demnächst hier bekannt gegeben.

pukka destinations und das RISE Fly Fishing Film Festival 2018ff

Es ist bald wieder soweit, das RISE Fly Fishing Film Festival kommt in die Kinos Deutschlands, Österreich und der Schweiz. Von Anbeginn an ist pukka destinations Sponsor dieser Veranstaltung, und das wird sich auch nicht ändern. Organisatorisch gibt es allerdings mit der Tour 2018 einige Änderungen, die ich hier erläutern möchte.

Als ich RISE 2012 mit 9 Shows übernahm, habe ich im Traum nicht daran gedacht, es auf bis zu 19 Shows auszubauen. All die letzten Jahre habe ich die Tour alleine organisiert und mit Hilfe anderer Moderatoren durchgeführt. Eine großartige Erfahrung, aber mit dem Wachstum der Tour kam natürlich auch das Wachstum des Aufwandes. Ein Filmfestival organisiert man nicht mal eben nebenbei, und nach der Tour dieses Jahr stand für mich nach langem Überlegen und mit schwerem Herzen fest, dass ich RISE gerne in neue und vor allem in mehr Hände geben möchte.

Hauptgrund ist die Fokussierung auf die wachsende Reiseagentur und auch meine Familie. Meine Nachfolger habe ich nach mehreren Kriterien ausgewählt – im Zentrum stand das weitere Bestehen und Wachstum des RISE. Dazu sollten es Personen sein, denen ich vertraue, und die bereits über Geschäftsbeziehungen in der Fliegenfischer-Branche verfügen. All das fand ich in Ole und Simon von Flyrus, welche RISE Deutschland managen werden. Und in Sebastian und Thomas von Secret Rivers, welche RISE in Österreich und der Schweiz übernehmen. Schon jetzt mit Erfolg: die Sponsorenzahl wächst, die Shows werden es mit Sicherheit auch.
Außerdem freue ich mich, dem neuen Team als Berater zur Seite stehen zu dürfen, sowie die eine oder andere Show zu moderieren. Sponsor bleibe ich mit pukka destinations selbstverständlich auch… 🙂
Ich würde mich freuen, wenn Ihr die Tour weiterhin so unterstützt wie bisher, es ist in meinen Augen ein großartiges Event.

See you on the RISE!

Carsten Dogs

Reisebericht Bachforellen an Kharlovka und Litza auf der Kola Halbinsel, Juli 2017

Ein paar Wochen sind seit unserer Rückkehr vergangen. Gerade heute habe ich die letzetn Ausrüstungsteile verstaut, unter anderem auch meinen Tagesrucksack. Noch einmal geöffnet, um zu überprüfen ob wirklich alles ausgepackt ist, nicht ganz … ich finde einen kleinen, aber klaren Hinweis darauf, wo wir waren (ich bin mir sicher, dass jeder, der das Privileg hatte, die Oberläufe von Kharlovka und Litza zu fischen, viele von diesen Energielieferanten in seinen Rucksäcken hatte) …

 

Kein Zweifel – die russische Tundra bzw. Kharlovka und Litza  haben uns wieder gesehen.

Auch in 2017 planten wir, die Flüsse Kharlovka und Litza zu befischen. Nachdem ich mit ein paar Kunden im letzten Jahr vor Ort war und eine tolle Fischerei erlebte, war meine Gruppe schnell auch für 2017 voll. Wulfs und First Knee waren unsere Beats. Nachdem wir die Nachrichten über einen harten und langen Winter auf der Kola Halbinsel bekommen hatten, waren wir froh, dass wir 2 Wochen später als 2016, nämlich Ende Juli, unterwegs waren. So begann alles am 22. Juli, als wir uns alle in Murmansk trafen.

Wir sollten Murmansk mittags mit Ziel Tumanny verlassen, kurz vorher rief mich allerdings Nadya an und berichtete von heftigem Nebel und 3 Stunden Verspätung. Schlussendlich verließen wir Murmansk gegen 17 Uhr, und kamen ein paar Stunden später in Tumanny an. Unterwegs sahen wir den Nebel selbst, der Hubschrauber kam und kam nicht…

 

Also was tun? Den ganzen Weg zurück nach Murmansk fahren? Das war keine Option und im wahren und 100% zuverlässigen Kharlovka-Stil brachten uns die russischen Fahrer / Guides in ein kleines Hotel in Tumanny. Wir bekamen dort Verpflegung, Bier und Wodka, Balsam für unsere strapazierten und von großen Forellen träumende Seelen.

 

 

Am nächsten Morgen kam der Helikopter und brachte uns zum Rynda-Lodge, wo wir unsere Ausrüstung desinfizierten und bereit waren, direkt weiter zu fliegen. Der Nebel war allerdings kaum weniger, fliegen war unmöglich… also verbrachten wir die zweite Nacht in zwei Rynda Kabinen. Diese Erfahrung ist extrem ungewöhnlich – Schlechtwetter kann es auf Kola jeerzeit geben, aber Verzug über zwei Tage haben selbst die Campmanager in 17 Jahren Tätigkeit noch nicht erlebt…Fischen konnten wir an der Rynda leider nicht, aber wir hatten wiederum einen sehr angenehmen Aufenthalt, und das Kharlovka-Team kümmerte sich wunderbar um uns. Wie schlägt man aber die Zeit tot, wenn man nicht fischen kann?

Man wartet (und schläft) …

 

 

Danach wartet man (und entdeckt Geschichten im Camp).

 

 

Wenn es langweilig wird, stellt man sich vor man wäre MI-8 Pilot…

 

 

Nach vielen weiteren Stunden des Wartens wird die Verzweifelung größer, so dass das Lachsfliegenbindematerial der Lodge für hair extensions verwendet wird…

 

 

Am nächsten Morgen schauen wir aus dem Fenster und sehen: Nebel. Die Kharlovka-Piloten brechen sodann zu einem Testflug mit dem kleinen Camp-Europopter auf. Sie fliegen bis fast zu Wulfs, um sicherzugehen, dass wir bis dorthin fliegen können. Wir laden schnell alle Sachen ein und bald sind wir mit MI-8 unterwegs an die mächtige Kharlovka. Es ist erstaunlich zu sehen, wie der erfahrene Pilot uns an unsere Stelle sicher durch die Tundra und den Nebel fliegt, und schließlich sind wir dort – Wulfs!

 

 

Schnell haben wir die Zelte aufgestellt, ich zeige den Leuten ein paar erfolgversprechende Stellen, bevor ich Gena, unseren Guide, mit dem Lager helfe. Kurz darauf sehe ich Michael drillen. Er landet den Fisch relativ schnell, eine massive Bachforelle von 5kg+ !!!  Später bestätigt er, dass der Fisch 5,2 kg gewogen hat. Sein erster Fisch an Kharlovka! Mike wurde dann auch  mit Genas 5kg-Kuchen belohnt.
Auch die anderen Jungs fangen schöne Fische in dieser Nacht.

 

 

 

 

In den kommenden Tagen wechselt das Wetter von kühl und neblig zu warm und sonnig. Ganz im Sinne der Mücken…

 

 

 

Wie üblich sind die Leute mit den längsten Wanderungen am erfolgreichsten, aber ausnahmslos alle in der Gruppe landen traumhafte Bachforellen. Eines Morgens gehe ich mit Mike und Rob stromauf und zeige ihnen einige schöne Tails. Wir sehen einige schöne Fische steigen, aber diese sind außer Reichweite. Plötzlich sehe ich einen weiteren Steiger, der Weg ist sehr beschwerlich. Über Sträucher höher als 3 Meter, Steine ​​und Löcher auf dem Boden und natürlich Massen von Moskitos bei Lufttemperaturen über 20 Grad. Als ich dichter zum Ufer komme, sehe ich einen Fels, der eine kleine Strömungskante bildet, nur ein paar Meter vor mir. Ich verlängerte vorsichtig und Stück für Stück, bei der dritten Drift mit einer Caddis steigt ene große Forelle und inhaliert die Fliege. Nur wenige Meter vor mir, ich kann jedes Detail sehen. Nach langen Runs wird der Fisch müde, er ist 63cm lang und wiegt weit über 3kg, die Proportionen sind unwirklich. Dieser Fisch ist sicher nicht der Größte, den ich gefangen habe, aber durch die Umstände werde ich ihn niemals vergessen. Ich helfe Robert mit drei weiteren schönen Fischen mit der Trockenfliege, ein Traumtag.

 

 

Die nächsten Tage fangen wir alle Bachforellen bis über 3kg. Insgesamt landen wir 41 Fische für das Buch, von denen 27 über 2kg wiegen, 12 über 3kg und 3 über 4kg sowie Mikes großer Fisch mit 5,2kg. Traumfische! Ein paar von ihnen nachfolgend im Porträt:

 

 

 

 

 

 

Die Fischerei ist aber nur ein Aspekt einer tollen Reise, richtig? Was haben wir also sonst noch erlebt?

Gena! Sein Service, Suppen, Geschichten, Guiding, Hilfe, Musik … waren einfach perfekt und unvergleichlich. Vielen Dank dafür, wir werden es nicht vergessen!

 

 

Einen Bären haben wir nie gesehen, aber einmal gerochen, seinen Schlafplatz gefunden und seinen Haufen auf “unserem” Wanderweg festgestellt (wir sind sicher, dass er weit weg war, als wir uns näherten).

 

 

Der Weißwein in der Tundra, der uns dazu veranlasste, allen Jungs Spitznamen zu geben – dank Olaf aka Toni Tundra und Fritz aka Dr. Deet – wir werden diesen Abend mit Euch immer in allerbester Erinnerung behalten.

Der kurze Tagesausflug nach Big Trout nach dem Essen – dank Kharlovka für diesen super Service.

Die Kharlovka Company, die mehr als 3 mal so viel Airtime für uns und die andere Gruppe wegen des Wetters spendiert hat – wir wissen, dass Ihr Euch Möglichstes getan habt, um uns einen unvergleichlichen Trip zu liefern – es ist Euch wieder gelungen!

Last but not least: meine Gruppe. Ihr wart toll, und ich kann nur Genas Worte zitieren: “Ihr wart die beste Gruppe der Welt” (und ich freue mich sehr, dass ihr alle Fische über 3kg gefangen habt, so dass  ich auch meinen 3kg-Kuchen als Gruppenleiter bekommen habe)!

 

 

Vielen Dank an euch alle für eure Geduld, eure gute Laune und für so viel Spaß zusammen.
Nastrovia ☺

 

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Fliegenfischen in Cayo Cruz, Kuba: Kundenfeedback

Florian war in Cayo Cruz dem Grand Slam auf den Spuren und sehr erfolgreich. Wer kann schon behaupten im ersten Salzwassertrip gleich zwei Permits gelandet zu haben…? Lest mehr unten, Fotos kommen hinter dem Text!

Mitte letzten Jahres ging es für mich das erste Mal nach Cuba, genauer Cayo Cruz. Inspiriert wurde ich bei der Destinationswahl durch einen Artikel in einer Fliegenfischerzeitschrift. Bei meiner Suche nach einem passenden Veranstalter, für solch eine Traumreise, habe ich einen Tipp von einem guten Angelfreund bekommen. Nach einer kurzen Kontaktaufnahme mit Carsten von pukka destinations war der richtige Veranstalter gefunden. Dank umfangreicher Informationspakete zum Lesen, aber auch persönlichen Tipps und Erfahrungen am Telefon, konnte ich mich optimal auf die Reise vorbereiten.

Beginn der Reise war Hamburg, von hier flog ich nach Zürich um einen Freund einzusammeln. Von dort ging es dann weitern nach Havanna. In Havanna angekommen ging es noch einem Tag weiter mit einer inländischen Maschine Richtung Cayo Cruz. Bei der Ankunft in der Lodge wurden wir sehr nett vom Personal und den Guides empfangen. Nach einem kurzen Kennenlernen wurden die Guides uns zugeteilt, womit sich die Chance bat seinen Guide schon mal kennenzulernen und ein wenig zu fachsimplen. Die Nächsten sechs Tage vergingen wie im Flug. Morgens um 5:00 wecken, um 5:30 gemeinsames Frühstück und um 6:00 Abfahrt mit dem Bus zur Marina. Gefischt wurde dann etwa von 7 bis 17 Uhr in verschiedenen Zonen des Reviers.

Die Fischerei in dem glasklaren türkisfarbenen Wasser war jeden Tag wieder beindruckend. Täglich sah ich Bonefische, aber auch Permits auf den Flats. Zusätzlich waren an vielen Stellen auch Cubera Snapper, Mutton Snapper, Barracuda, Triggerfische, Haie, Bar Jacks und Jack Crevalles anzutreffen. Tarpon, welche auch sehr groß werden in dieser Destination, waren schwerer zu finden. Jedoch hatten die Guides hierfür eine besondere Stelle parat. Zusätzlich war es an vielen Stellen möglich Bonefisch und Triggerfisch zu Fuß zu jagen, was in dem sehr flachem Wasser extrem spannend war.

Fazit: Für mich persönlich war es einer der schönsten, aber auch herausforderndsten, Reisen die ich bisher gemacht habe. Zwar springen einem auch hier keine Fische ins Boot, aber durch die gute Vorbereitung von Carsten und den Tipps von den Guides vor Ort konnte ich ein paar wahre Sternstunden erleben! Anbei ein paar Bilder, denn diese sagen mehr als 1000 Worte…..

In diesem Sinne Tight Lines,

Flow Fishin

 

 

 

 

 

 

 

 

Fliegenfischen auf Bachforellen im März in Spanien, Kundenfeedback

Weiteres Feedback eines Stammkunden, der die Saison früh in Spanien eingeläutet hat, und wie….! Wer große Bachforellen mit der Trockenfliege fangen will, noch dazu bezahlbar und mit den Annehmlichkeiten des Landes (Essen, Weine, …), der kommt an Spanien nicht vorbei. Christoph kehrt im Herbst und kommendes Frühjahr zumindest zurück… 🙂

„Forellen in Spanien. Barben auf die Trockenfliege“

Solche Beschreibungen im Hinblick auf eine Fliegenfischerreise erschienen mir beim Stöbern auf Carstens Homepage zunächst wenig verlockend. Dennoch habe ich mich, angefixt durch die das Bildmaterial und die verlockende Option schon zeitlich recht früh in der Saison auf Forellen unterwegs sein zu können, schließlich entschlossen das unbekannte Ziel im März 2017 auszuprobieren.

Nach der problemlosen und finanziell erfreulichweise preiswerten Anreise wurde ich von meinem Guide bereits am Flughafen Madrid empfangen und anschließend während der gesamten Zeit in allen Details aufmerksam und fachlich höchst kompetent betreut. Die Rahmenbedingungen wurden von ihm umsichtig gestaltet und sind aus meiner Sicht mit einer einfachen aber anheimelnden Landhausunterkunft und hervorragendem Essen (morgens im Haus, Lunchpaket am Fluss und abends Menue in einem kleinen Restaurant) optimal. Als angenehm habe ich dabei auch die Authentizität mit dem regionalem iberischem Charme empfunden.

Leider meinte es Petrus zu Beginn der Reise nicht gut mit uns und so waren am Horizont überraschenderweise die schneebedeckte Bergsilhouetten der Sierra del Gredos zu bestaunen und wehte uns ein kalter Wind durchsetzt mit einigen Schauern um die zunächst Mützen-bewehrten Ohren. Die Produktivität des Flusses war trotz der widrigen äußeren Konditionen schon beim ersten Anblick beeindruckend. Der Fluss mutet wie ein gigantischer englischer Kreidefluss an und bietet durch seinen Charakter als „Tailwater“ (flussaufwärts der befischten Strecken liegt der erste Stausee) beste Bedingungen mit gleichmäßig, niedrigen Wassertemperaturen das ganze Jahr hindurch. Im Frühjahr beschränkt sich die Aktivität der Fische auf die verkürzten Schlupfphasen der Insekten (vorwiegend BWO und Midges) in den frühen Nachmittagsstunden. Im Gegensatz dazu, berichtet mein Guide, spielen sich im Sommer und Herbst gewaltigen Fressorigien während langanhaltender Massenschlüpfe ab. Während zu Saisonbeginn mit den ansteigenden Temperaturen vor allem die großen Fische aktiv werden, sind später im Jahr die vielen Vertreter der unteren Stufen der Alterspyramide oft schneller als die „Altvorderen“ und verschiebt sich damit auch die Fangstatistik. Der Befischungsdruck ist nicht unerheblich, aber die Streckenlänge und die Trägheit der meisten Kollegen bezüglich notwendiger Fußmärsche relativiert diesen Umstand, so dass wir nie mit Mitstreitern ins Gehege gekommen sind und in weitgehend naturbelassener Wildnis gefischt haben. Die Fische sind im Laufe der Saison und über die Jahre „well educated“ und sehr selektiv. Mein Guide ist Trockenfliegen-Purist und fischt mit akribisch ausgetüftelter Technik, die er aber gerne weitergibt. Zusammenfassend führen extrem lange Vorfächer (6-8 m), dünne Vorfachspitzen (0,10-0,15), kleine Fliegen (18-24) von hervorragender Qualität (wunderschöne Eintagsfliegenimitationen mit ausgesuchten Federn des Coq de Leon) zum Erfolg. Eine solche Strategie bedeutet aber durchaus auch Frust und ist nichts für frühe Beginner. Wenn unberechenbare Windstöße beständig das langes Vorfach verwehen scheint eine gezielte Präsentation manchmal unmöglich (zumindest bis mein Guide die Rute in die Hand nimmt!). Sein intensives Teaching führt aber zum willkommenen Nebeneffekt, dass in den Tagen neben dem kontinuierlichen 1:1 Guiding auch noch Wurfkurs, angeltaktische Unterweisung und Bindekurs mitgenommen werden können (wo findet man solche Bedingungen zum aufgerufenen Preis?) .

Einlassen muss man sich als Besucher auf den Rhythmus und das Konzept von des Guides. Wem es gelingt zu entschleunigen, der streift nach entspanntem aber nie langweiligem Vormittag erst zu vorgerückter Tageszeit mit wachen Sinnen durch die Auwälder, um die ersten Zeichen der steigenden Fische zu identifizieren und verheißungsvolle Gewässerabschnitte zu erkunden und wird wunderbare Momente in der Natur erleben. Stabilisiert sich der Schlupf und haben sich die Bachforellen durch ihre teils atemberaubenden Steigmuster verraten dann erfolgt ein gezieltes Anfischen und unter den oben beschriebenen anspruchsvollen Bedingungen in der Regel auch ein „Take“. Die Belohnung besteht in einem beindruckend vehementen Widerstand, wobei die Trophy-Trouts natürlich nur zu genau wissen, dass eine beherzte Flucht in die dichten Rasen der Wasserpflanzen den Drill zu Ihren Gunsten wenden kann. Umso besser dann das Gefühl einen der starken Fische in den Kescher gleiten zu sehen. Der lokale, autochtone Forellen-Stamm aus dem Flusssystem beeindruckt durch massige Körper und leuchtende Zeichnung. „Jurassic trout“ scheint als Begriff zu passen. In meinen 4 Tagen habe ich einige Fische über 50 cm (maximal 65 cm) auf die kleine Trockenfliege fangen können und größere Forellen im Drill verloren. Große Fische waren immer wieder zu beobachten. Fotos aus der letzten Saison aber auch der aktuellen Tage bezeugen Fische über 70 cm, welche durch spanische Fliegenfischer gefangen und releast wurden.

Zusammenfassend habe ich die Tage in Spanien genossen und werde sicherlich zurückkehren, um unter idealen Bedingungen weitere Traumtage erleben zu können.

Achja, da sind ja noch die Barben. Einen Tag haben wir in einem der flussabwärts gelegenen Stauseen im Stillwasser auf die iberische Barbe gefischt. Diese Alternative kann ich ebenfalls jedem nur als Programmpunkt empfehlen. Das Ansprechen der dort meist 50-70 cm großen Fische im Flachwasser ist nicht schwierig. Wie beim Salzwasser-Flat-Fischen kommt es dann auf eine schnelle präzise Präsentation an. Die trocken angebotenen Terrestrials dürfen durchaus mit einem „Plop einschlagen“, um die eigentlich bodenwärts orientierten Fische in teils aggressiver Manier, teils aber auch in Zeitlupe zum Einschlürfen der Beute an die Oberfläche zu locken. Sitzt der Haken dann folgt eine lange und heftige, erste Flucht und ein kurzweiliger Drill. Fangerlebnisse sind geradezu garantiert und die Fischerei ausgesprochen spannend, wenngleich etwas weniger anspruchsvoll als am Forellenfluss. Auch hier kommt im Gesamterlebnis die landschaftliche Umgebung nicht zu kurz.

 

 

 

 

Fliegenfischen in Los Roques, Venezuela: Kundenfeedback

Wendelin war diesen März über pukka destinations zum ersten Mal im tropischen Salzwasser unterwegs. Lest sein Feedback nachfolgend und sichert Euch eine Rute auf dem Archipel, nach wie vor eine der Top-Salzwasserdestinationen zum Fliegenfischen, Wendelin wird es mit Sicherheit wieder tun… 🙂

Als ich mich Ende letzten Jahres entschieden habe einmal im Meer zu fischen stöberte ich bei vielen Anbietern welches wohl die beste Fischart und Destination wäre. Mein Hauptaugenmerk als Erstreisender in Sachen Salzwasser aber als erfahrener Fliegenfischer fiel auf die Gattung Bonefish die, so die Experten, für einen Einsteiger wohl am einfachsten und mit dem höchsten Spaßfaktor zu benennen sei.

Dann blieb nur noch die Frage welches Ziel den größten Fangerfolg bringen würde. Kuba, die Bahamas oder andere exotischere Ziele?

Nach mehreren Telefonaten und Emails mit Carsten Dogs (pukka destinations) wurden Preis, Leistung und Risiko bewertet. Da ich ganz alleine reise, war der Preis sicherlich ein mit ausschlaggebender Faktor. Kurzum die Reise ging nach Los Roques in Venezuela. Über Madrid nach Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, und danach mit einem achtsitzigen Propellerflugzeug auf die Insel. Caracas denken Sie, die „gefährlichste Stadt der Welt“, in einem instabilen von Inflation und Sozialismus geprägten Land.

Schon im Vorfeld wurde die Reise minutiös von Carsten und seinen Partnern vor Ort geplant. Ein mehrseitiges Memo über Verhaltensregeln und Sicherheitsregeln wurde durchgesprochen. Dann ging es im März schon los. Die Ruten, Rollen, Fliegenmuster und das Zubehör ausgesucht und überprüft. Und leider eine falsche Rute und die falschen Füßlinge eingepackt.

Nach 15 Stunden Anreise endlich frische warme Karibikluft schnuppern. Mein Gepäck kam schnell an, leider war das Sperrgepäck mit den zweiteiligen Ruten noch nicht ausgeliefert. Der Gepäckbereich leerte sich und nach über einer Stunde wurde ich dann doch etwas nervös. Leider sprach am ganzen Flughafen kein Offizieller mehr als drei Worte Englisch von Deutsch ganz zu schweigen. Es erfolgte eine Episode aus Buchbinder Wanninger in spanischer Sprache, der ich leider nicht mächtig bin. Nach einer weiteren halben Stunde in dem mittlerweilen leeren Gepäckbereich und einem kräftigen Fluch in englischer Sprache … kam auch dieses sofort wohlbehalten an.

Durch die perfekte Planung im Vorfeld wartete der Transfer, endlich versteht jemand Englisch, trotz dieser Verspätung schon etwas aufgeregt auf mich. Ein zehnminütiger Transfer in ein 5 Sterne Tagungshotel bis zum Inselflug am nächsten Morgen. Der Ausdruck „Hochsicherheitszone“ bekommt in diesem Zusammenhang neue Bedeutungen. Am Eingang zwei Schranken und vier Personen Sicherheitsdienst, rundherum eine drei bis sechs Meterhohe Mauer mit elektrischem Zaunaufbau. Zugang nur für registrierte Personen und Autos. Kein Problem, kurz eingecheckt, geduscht und ab ins Restaurant. Für 15 US$ zwei Bier und ein 300g Filetsteak mit Beilagen, wohl bekommt`s. Auschecken am nächsten Tag, die Rechnung wurde von Salazars mit ihrer Bankkarte übernommen und von mir in „harter Währung“ ausgeglichen. Durch die Inflation ist der Wechselkurs am Schwarzmarkt 3:1, so hatte jeder seinen Vorteil.

Ab zum nationalen Flughafen und rein in den Achtsitzer, das Gepäck direkt in der Kabine. Leider wurde mir vor dem Zugang noch mein Messer und die Zange abgenommen, die die Salazars mir nach der Rückkehr wieder aushändigten.

Nach einem 35-minütigen Flug erreichte ich endlich Los Roques, das Eldorado des Bonefischens. Auch hier alles perfekt organisiert. Carlos, schon wieder spricht jemand Englisch, vom örtlichen Anbieter für Boote und Fischerei, empfing mich im Sand. Da es auf Los Roques keine einzige asphaltierte Straße (Runway ausgenommen) gibt, haben sie auch nur vier Autos (Müllwagen, Tankwagen Wasser, Tankwagen Benzin und einen Krankenwagen) aber bestimmt 50 Boote aller Couleur.

Nach 200 Metern Fußweg wurde ich von Victoria und ihren Mitarbeitern in der Posada herzlich empfangen. Kurz, das einfache aber zweckdienliche Zimmer bezogen und los mit Rute und Rolle auf eigene Erkundungstour. Nach drei Stunden erfolglosen Fischens am Strand bei 30° Grad in praller Sonne entschied ich mich doch, das Angebot eines Caipirinha, anzunehmen. Zum Abendessen gab es ein vier Gänge Menu das eindeutig von Fisch geprägt war. Da nur ein einziger Fischer aus London anwesend war klärte dieser mich über die „unendlichen Möglichkeiten“ vor Ort auf.

Am nächsten Morgen um 06:30 aufgestanden das Frühstück nach eigenem Gusto um 07:00 Uhr und eine kurze Besprechung mit Carlos wie der Tag so verlaufen sollte. Danach das Kennenlernen mit meinem Guide Arcadio, für die nächsten drei Tage, und dem heutigen Bootskapitän. Guide und Kapitän nehmen jeweils mein Equipment bzw. die übergroße Kühlbox mit der Tagesration auf. Es folgt ein zweiminütiger Fußmarsch zum Wasser, das Boot kurz bestiegen und schon geht’s los.

In der Hafenbucht tummeln sich und rauben bestimmt ein dutzend Tarpons bis zu 1,60 m. Was für ein Anblick! Leider stellte sich in den kommenden Tagen heraus, dass keiner an die Leine zu bekommen war.

Nach einer 30-minütigen Bootsfahrt endlich ran an den Bonefish. Das Equipment, bereits im Zimmer vorbereitet, die Watschuhe an. Einige Probewürfe gemacht und schon geht die Post ab. Der erste Bonefish meiner Reise etwa vier Pfund reißt mir bei seiner ersten Flucht (120m!) Backing von der Rolle. An diesem ersten Tag wurden noch weitere neun Bonefish bis zu sieben Pfund gelandet und wieder in die Freiheit entlassen. Etwa die gleiche Anzahl ist durch falsches Anschlagen, Hakenbruch oder Mangrovenhänger entkommen. Die nächsten beiden Tage verliefen ähnlich.

Am vierten Tag wechselte nicht nur die Mannschaft sondern leider auch das Wetter. Die nächsten drei Tage sah man so gut wie keinen Sonnenschein, was beim Spotten der Beute nicht förderlich war. Wir entschieden uns zu improvisieren, umso anderen Fischarten nachzustellen. Im Hafen und in den Mangrovenwäldern auf Tarpon, zwei gehakt, keiner gelandet. Schleppen mit der 10er Fliegenrute vom Boot auf Thunfisch, einer gelandet und ein bisschen Seekrank. Jagd auf Jacks und Snapper, einige, bis zu zwei Pfund.

Gottseidank waren die letzten beiden Tage wieder vollkommenes Karibikwetter, blauer Himmel den ganzen Tag Sonne und ein leichtes Lüftchen.

Fazit: In acht Tagen Fischerei konnte ich cirka 100 Bonefish zwischen 2 und 7 Pfund landen. Als Beifang zehn Snapper ein Thunfisch und einen Jack Trevally.

Fliegenfischen auf Kuba, Cayo Largo, Kundenfeedback

Kurz vor Weihnachten und nasskaltes Wetter (zumindest hier in Hamburg). Zeit, Reisen ins tropische Salzwasser zu planen. Wir haben einige Spezialangebote für die Karibik, und nachfolgende Fotos einiger unserer hochzufriedenen Gäste aus Kuba sorgen hoffentlich für ein paar warme Gedanken. Wir freuen uns auf die Planung Ihrer Reise ins tropische Salzwasser, kontaktieren Sie uns jetzt.

“…

Wird Zeit, dass ich dir von Cayo Largo berichte. Vorweg: Alles was du gemanagt hast, hat wunderbar geklappt.
Mein Guide Villa machte einen überaus kompetenten Eindruck, fand sich in dem riesigen Gebiet bestens zurecht und brachte mich laufend zum Fisch. Mir gegenüber war er sehr verständnisvoll, wenn ich in der Hektik und wegen Wind und Wellen mit der Schnur statt mit den Fischen kämpfte und seine Anweisungen fehlinterpretierte. Bonefish ist wirklich ein Selbstläufer, Tarpon bis 60 lbs an der Fliege, 30 Pfünder im Drill verloren, Baby-Tarpon gefangen. Bereits gehakten Permit wegen Trout-fault verloren. Mehrere Barrakuda-Bisse, Jacks und Snapper sind eher lästig, weil der Drill die Zielfische verscheucht. Höhepunkt war der Biss eines etwa 20 pfündigen Jack Crevalle, der einen kleinen Jack an der 8er Bonefishrute schnappte und dann selbst am Haken hing. Nahm zweimal 150 m Schnur, nach über 50 Minuten verfing sich ein Seegrasblatt im Vorfach, das von einem 1 m -Barrakuda fehlinterpretiert wurde. Auf Cayo Largo fangen sie nur 4 Jack Crevalles pro Saison. Wäre ein Highlight gewesen, der Drill war aber auch ein tolles Erlebnis.
Beeindruckend war für mich der Fischreichtum. Einmal haben wir einen Schwarm von geschätzt 200 -300 Bonefish, durchsetzt mit Permits angefischt. Als fischende Pelikane uns einen Sardinenschwarm ganz am Ufer verraten haben, konnten wir in einer halben Stunde 10 bis 15 Tarpon- und Barrakuda-Attacken auf die Fliege verzeichnen,  leider nur einen Tarpon haken, der dann im Drill verloren ging.
Ein absolut  toller und empfehlenswerter Angelurlaub.
Ohne deine Hilfe hätte es nicht funktioniert. Dafür nochmals ganz herzlichen Dank
…”

Lunch am Strand con Cayo Largo

 

Drill auf Cayo Largo, Kuba

 

Leguane auf Cayo Largo, Kuba

 

Flug nach Cayo Largo mit russischem MI-8

Begleitete Reise nach Argentinien an den Rio Grande (Meerforellen) und Rio Corrientes (Dorados) mit Carsten Dogs

Begleiten Sie Carsten Dogs im März 2017 auf seiner Reise nach Argentinien.

Vom 11.-18. März fischen wir eine Woche am besten Meerforellenfluss der Welt, dem Rio Grande in Feuerland im Süden Argentiniens. Wir sind in der komfortablen Estancia Maria Behety Lodge untergebracht, von der aus wir auch fischen werden.

Nach diesem Tagen reisen wir zurück nach Buenos Aires und fahren von dort mit dem Luxusbus zum Rio Corrientes, um auf Golden Dorados in der Dorado Cua Lodge zu fischen. Hier fischen wir 4 Tage vom 19.-22. März, bevor wir zurück nach Hause fliegen.

Interessiert sich anzuschließen? Wir haben noch Ruten frei – melden Sie sich schnell!

Meerforelle aus dem Río Grande

 

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pukka VENEZUELA Los Roques Spezialangebot: zahlen Sie 3 Ruten, und bekommen 1 umsonst!

Wenn Sie immer schon mit Ihrer Fischergruppe überlegt haben ins tropische Salzwasser zu reisen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Buchung. pukka destinations gewährt Ihnen 25% pro Person, wenn Sie als 4er Gruppe nach Los Roques, Venezuela reisen. Bzw. eine Gruppe von 3 zahlenden Gästen begleiten. Kontaktieren Sie uns für mehr Infos zu diesem Angebot.

 

 

Pancake-Flat in Los Roques, Venezuela

Das Korallenarchipel Los Roques in Venezuela, Paradies für Fliegenfischer im Salzwasser.

Fliegenfischen in BC, Kanada, auf Steelhead und Pazifiklachs: neue Destination!

Eine sehr wichtige Destination fehlte noch im Portfolio von pukka destinations. Ein Mekka der (Fliegen)fischerei, mit fantastischen Landschaften, absoluter Wildnis, sowie unberührten Fischbeständen – Britisch Kolumbien in Kanada (kurz BC). Steelhead und die Pazifiklachse Königslachs (chinook), Silberlachs (Coho), Buckellachs (Pink), Hundslachs (Chum) und Rotlachs (sockeye) sind die Fische, wegen der die meisten Fliegenfischer hierher reisen. Sie steigen hier buchstäblich in rauhen Mengen in die Flüsse auf. Zusätzlich kann man noch Heilbutt im Meer fangen, oder sogar Störe in den großen Flüssen wie dem Fraser River…

Wir bringen Sie an die Flüsse des Skeena- und Nass-Systems, wenn Sie mögen auch an classified waters wie Copper, einige Skeena-Sections, etc. Und vor allem an kaum befischte Coastal-Rivers (teils sogar exklusiv im Zugang) mitten in der Wildnis, die in eine Norwegen-ähnliche Fjordlandschaft münden.

Noch dazu sind die Reisen – trotz fullservice mit Vollverpflegung in Lodge, Vollguiding, Transfers etc. , im internationalen Vergleich eher moderat bepreist. Schauen Sie auf unserer Webseite zur Fischerei in Britisch Kolumbien (BC) in Kanada vorbei und informieren Sie sich. Oder buchen Sie am besten direkt Ihre Woche in 2017. Wir freuen uns darauf Ihre Reise nach Kanada mit Ihnen zu planen!

 

Traumhaftes BC!

 

Traumhafte Steelhead aus BC

 

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