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Reisebericht Mexiko Ascension Bay November 2024


Auf Grand Slam im Punta Allen Fishing Club (Mexiko)

Dank einer beruflichen Auszeit bot sich mir die Gelegenheit, mal wieder im Salzwasser der Karibik zu fischen. Da ich alleine unterwegs war, sollte die Reise möglichst kurz und unkompliziert sein, weshalb ich mich einmal mehr für Mexiko entschied. Cancun ist per Direktflug ab Zürich erreichbar, und nach einer Übernachtung und ca. 2 Stunden Taxi steht man am nächsten Tag bereits vor dem ersten Bonefish; man kann sich nämlich in der Nähe von Tulum direkt von Guides mit Boot abholen lassen, und von dort aus runter fischen bis nach Punta Allen, wo sich die Lodge befindet.

Manchmal harzt es etwas

Die ganze Woche gestaltete sich eher etwas schwierig. Wir hatten irgendwie etwas Pech und schienen oft zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Die Fische im Meer zu finden ist sehr schwierig und oft braucht es, neben einem guten Guide, einfach noch das letzte Quäntchen Glück. Und dann müssen die Fische auch noch beißen 🙂

Wir konnten schon immer mal wieder einige Fische fangen, aber alles in allem eher etwas harzig dieses Jahr. Dennoch eine wunderschöne Zeit im warmen Karibik Wetter auf dem Wasser!

Big Mama Snook und ihre Begleiter

Das Highlight der ersten Tage war zweifelsfrei eine 3er Gruppe stattlicher Snooks, die wie aus dem Nichts aus den Mangroven hinaus geschossen kamen. 2 etwas kleinere Fische und ein absoluter Bomber! Was für ein Anblick im glasklaren Wasser auf kurze Distanz. Die Fische waren aber nicht sehr kooperativ, und so dauerte es etwa eine halbe Stunde, bis ich zumindest einen der drei haken und landen konnte. Leider nicht die Big Mama, aber dennoch ein wunderbarer Fisch!

Darum lieben wir das Permit-Fischen, oder?

In der zweiten Wochenhälfte sollte es vor allem auf Permit gehen! Also versuchten wir es an bekannten Plätzen mit einigen Permit Schulen. In den 3 Tagen hatte ich unzählige Chancen. Aber bis auf einen Biss, den ich aufgrund der Strömung und einem Bogen in der Schnur nicht verwerten konnte, war die Ausbeute leider ziemlich mager. Die Fische wollten einfach nicht beißen, aber genau deshalb lieben wir ja die Permit-Fischerei, oder?

Letzte Chance

Am Tag der Abreise, mein Flieger sollte erst am Abend starten, sollte es noch einen halben Tag Action geben, bis zurück nach Tulum, wo mich das Taxi abholen würde. Ohne große Erwartungen trat ich die Rückreise an, bewaffnet mit 2 Ruten. Eine für Tarpon/Snook und eine für Permit/Bonefish. Die restlichen beiden Ruten hatte ich bereits im Koffer verstaut. Nachdem wir in der Lagune lediglich ein paar recht kleine Bonefish gesichtet und auch einen gelandet hatten, bogen wir ab in einen kleinen Kanal in den Mangroven. Das Wasser war von Niederschlägen recht trüb, also machten wir ein paar Blind Casts, worauf bereits ein Baby-Tarpon die Fliege attackierte. Also fischten wir den Kanal hinauf, bis es nicht mehr weiterging, und konnten neben ein paar Jumpern auch einen landen. Wir hatten also bereits Bonefish und Tarpon, fehlte nur noch der Permit. Leider sind die aber auf dieser Strecke nicht allzu häufig, weshalb wir weiter auf Tarpon und Snook fischten. Beim Wechseln der Location mit Vollgas rief einer der Guides plötzlich: Permit! School of permit! Da was sie also, die Chance auf einen Grand Slam am letzten Tag. Leider hatten wir nicht mehr wahnsinnig viel Zeit, bis mein Taxi startete. Und nach 2 – 3 verpatzten Chancen hatte ich eigentlich keine Hoffnung mehr. Da kreuzten wir plötzlich eine weitere Schule, und die Fische schienen ziemlich happy zu sein, also im Fressmodus. Und tatsächlich, nach endlich mal sauber präsentierter Fliege und einigen ganz langsamen Strips fühlte ich Widerstand, strip-set, und der Fisch hing! Nach einigen etwas längeren Fluchten ins Backing konnten wir den Drill recht zügig beenden, und es war offiziell: Grand-Slam! Wobei nicht ganz offiziell, denn wir hatten keine Fotos von den Bonefish und dem Tarpon gemacht. Aber egal 🙂

Wenn’s läuft, dann läuft’s!

Es blieben uns noch etwa zwei Stunden, also ersetzen wir als erstes den kleinen Bonefish vom Morgen mit etwa einem halben Dutzend richtig schöner Bones 😉

Anschließend starteten wir noch einen Versuch auf Snook. An einer vielversprechenden Kreuzung am Rande der Mangroven patrouillierten tatsächlich zwei stattliche Exemplare, die ich aber beim ersten Versuch nicht zum Anbiss verleiten konnte. Kurz darauf überraschten uns von hinten mit ordentlich Tempo zwei große Jack Crevally. Ich hatte kaum Zeit die Fliege ins Wasser zu bekommen; dennoch, wie bei Jacks üblich, eine rücksichtslose Attacke auf meinen Streamer! Auch dieser Fisch hing, aber die Uhr tickte. Der Guide bat mich, die Bremse härter einzustellen und den Fisch so hart wie möglich zu drillen, damit wir das Taxi erwischten. Mit schmerzenden Armen gelang mir dies auch, und so war es mal wieder einer der wundervollen Tage, an denen sich alles irgendwie von selbst zu fügen scheint!

Fazit

Es war mein fünfter Trip in die Ascension Bay. Die große Vielfalt an Fischarten, die freundlichen Leute und das gute Essen enttäuschen nie!

Und wie immer, man weiss nie, was dich in der Ascension Bay erwartet. Das macht die Destination so spannend!