Fliegenfischen in Spanien auf Bachforelle, Meerforelle und Lachs


Neben der Fischerei auf iberische Barben, gibt es in Spanien auch diverse Optionen der Salmonidenfischerei. Die Fischerei auf Bachforellen, Meerforellen und Lachse hat in Spanien eine lange Tradition, die heute vor allem noch durch das Fischen und Binden von Fliegen mit Coq / Gallo de Leon – Federn fortgeführt wird. Es gibt kaum noch Züchter, die Federn in der benötigten Qualität produzieren, aber Federn entsprechender Qualität fallen jedem Fischer sofort auf: selbst kleinste Fliegengrößen sind extrem sichtbar, auch auf weite Distanzen.

Die Gallo de Leon – Fliegen sind Trockenfliegen, und diese werden hauptsächlich für die klassische Bachforellenfischerei verwendet. Diese findet an verschiedenen Flüssen im nördlichen und zentralen Teil Spaniens statt. Hier gibt es glasklare Flüsse in alpin anmutenden Landschaften, die stark an Länder wie Slowenien oder Österreich erinnern. Zudem gibt es hier auch Kreideflüsse – kleine Perlen, die kaum bekannt sind. Die Saison ist hier von April bis Juni, der Mai gilt als prime time.

Bachforelllenfischen am Kreidefluss, Spanien

Im März/April, Juni/Juli sowie September/Oktober (Ende März bis Mitte April, Juni sowie September bis Mitte Oktober gelten als prime time) bieten bestimmte Gewässer sogar Fische in Größen, für die man normalerweise nach Island oder andere Länder reisen würde. Bachforellen der Mehrkiloklasse steigen dann ebenfalls nach kleinen Trockenfliegen. Die großen Forellen werden mit extrem langen Vorfächern (bis zu 7m Länge!) befischt. Entgegen der Erwartungen sind diese – bei richtiger Abstimmung – sehr gut zu werfen, und Voraussetzung um mit feinsten Tippets die scheuen Forellen nicht zu vergrämen. Unsere Guides haben diese Technik schon am River Test in England eingesetzt, mit herausragendem Erfolg. Anfangs noch belächelt, sprachen die Briten schnell von der „Spanish Revolution“… 🙂

Gigantische Bachforelle, Spanien

Die Bachforellen sind nur eine Fischart, die mit dieser speziellen Technik befischt wird. Eine weitere sind die Meerforellen. Diese Salmoniden steigen in einige Flüsse Spaniens auf, und fressen noch wenn sie in den Flüssen sind. Man befischt sie in der Regel auf Sicht mit den oben beschriebenen langen Vorfächern und winzigen Trockenfliegen. Die Meerforellen sind deutlich kleiner als in anderen Teilen der Welt (ein Fisch über 50cm gilt als groß), für die Spanier sind diese allerdings einer der beliebtesten Zielfische, da ihr Fang viel Geschick erfordert.
Sowohl die großen Bachforellen als auch die Meerforellen sind in den klaren Gewässern Spaniens sehr scheu und die Fischerei kann dadurch herausfordernd sein. Waten in kalten Flüssen, die Notwendigkeit nach perfekten Präsentationen und das Fischen mit feinen Vorfächern erfordern fliegenfischereiliche Erfahrung.

Im Norden der iberischen Halbinsel gibt es zudem Flüsse, in denen man auf Lachse fischen kann. Diese Flüsse sind die südlichste Verbreitung des atlantischen Lachses. Die besten Flüsse und Pools sind wie überall auf der Welt nur mit privaten Lizenzen zu befischen, die teils per Lotterie verlost werden. Dies gilt zumindest für die Spanier, die durch die hohe Nachfrage häufig keinen Erfolg bei den Lizenzen haben. Wir haben über unsere Kontakte Regelungen getroffen, mit denen Nicht-Spanier eine Garantie haben, diese Lizenzen zu bekommen. Es gibt hier Pools, in denen Fangzahlen von 2 bis 7 Lachsen nicht außergewöhnlich sind, der bisherige Rekord sind 16 Lachse / Tag.

Lachs aus dem Norden von Spanien

 

Die Forellenfischerei kann man – je nach Ort – auch mit der Fischerei auf iberische Barben kombinieren. Nicht-fischereiliche Möglichkeiten für Familienangehörige / Partner sind ebenfalls Teil des Programmes. Sprechen Sie uns gerne darauf an.

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