Fliegenfischen auf Bachforelle und Arktischen Saibling in Island


Island ist den meisten Anglern als eine der Topdestinationen für die Lachsfischerei bekannt. Dies stimmt sicher, allerdings gehört die Insel im Atlantik auch zu den besten Destinationen auf der Welt zum Fischen auf große Bachforellen. Außergewöhnlich sind sicherlich die Fischgrößen – Forellen über 5 Kilogramm sind nicht ungewöhnlich – aber auch die Rahmenbedingungen, in denen gefischt wird. Die Landschaft an vielen Flüssen ist traumhaft schön und die Forellen ernähren sich zu einem Großteil von Kleinfischen und Mücken. Jedem Trockenfliegenfischer schlägt bei der Vorstellung, einen dieser großen Fische nach Mücken steigen zu sehen, das Herz höher.

Neben den Bachforellen haben viele Flüsse einen sehr guten Bestand an arktischen Saiblingen. Arctic Char sind bildhübsche Fische, kämpfen kraftvoller als vergleichbar große atlantische Lachse und wachsen auf Island zu Riesen mit Gewichten von mehreren Kilos heran.

Auf dieser Seite finden Sie Beschreibungen zu einigen der besten Flüsse und Seen Islands zum Bachforellenfischen und Charfischen.

 

Isländische Bachforelle, Skjalftavatn, Litla, Island

 

 

Litla

Die Litlá liegt im Nordosten Islands, ca. 150km östlich der Stadt Akureyri.

Sie ist einer der besten isländischen Flüsse für die Fischerei auf Bachforellen und wird mit 5 +2 (am See Skjalftavatn) Ruten / Tag befischt. Zudem bestehen sehr gute Chancen auf Arctic Char, die in beachtlichen Größen vorkommen. Abgerundet wird das Angebot aus aufsteigenden Meerforellen und Lachsen, die immer wieder gefangen werden. Die isländische Rekordmeerforelle von 23 Pfund wurde hier gefangen.

Die Litlá wird zum Großteil von unterirdischen Quellen gespeist, typisch für Island mit seinem vulkanischen Untergrund. Allerdings sind einige dieser Quellen warm, was dazu führt, dass der Fluss trotz seiner nördlichen Lage auch im Winter nie zufriert. Zudem beeinflusst dieser Effekt das Nahrungsangebot der Fische positiv. Die Litla mündet in den Gletscherfluss Jokulsa und genau dieser Platz ist einer der Hotspots für die Fischerei – das trübe Gletscherwasser fließt über dem klaren Litlawasser und bietet den Fischen einen dauerhaften Einstand.
Der Oberlauf des Flusses ist recht schmal und langsam fließend, in der Mitte gibt es einige Rauschen und tiefe Pools und im Unterlauf wird er breiter und bietet dem Fliegenfischer viele Pools.

Die Saison beginnt auch hier im April und bis in den Mai hinein wird auf große Frühjahrsforellen von zwei bis sechs Kilogramm gefischt. Größere Fische kommen vor und werden jedes Jahr gefangen.
Von Juni bis August ist die Fischerei auf ihrem Höhepunkt und zu den Forellen kommen die arktischen Saiblinge, die sich vor allem von Stichlingen ernähren. Setzen Insektenschlüpfe ein, kann man die großen Forellen beim Steigen beobachten und mit kleinen Trockenfliegen überlisten.

Wir empfehlen die Verwendung von Einhandruten in den üblichen Forellenklassen, je nach verwendeten Fliegen. In den Boxen sollten Stichlingsimitationen sowie Mücken-, Köchenfliegen- und Eintagsfliegenimitationen sein. Passende Nymphen dieser Insekten sollte der Fliegenfischer ebenfalls dabei haben.

Am Fluss gibt es eine Unterkunft, die bis zu 18 Angler aufnehmen kann. Wie an vielen anderen Flüssen, hat sie im Hinterhof einen Hot Tub.

Arktischer Saibling, Island, Litlá

 

Reykjadalsa

Die Reykjadalsa liegt im nördlichen Teil Islands (60km östlich von Akureyri) in der Süd-Thingeyjarsysla Region und ist ein Nebenfluss des Laxa im Adaldalur-Tal.

Die Reykjadalsá kann auf 35 Kilometer Länge befischt werden, mit maximal 6 Ruten gleichzeitig. Die Bachforellenfischerei ist sehr gut, vor allem Freunde der Trockenfliegenfischerei kommen hier auf ihre Kosten. Die obere Strecke des Flusses ist schneller und rauher und beinhaltet mehr Stromschnellen, die untere Strecke fließt langsamer und mäandert durch viele Kurven und bietet tiefe Pools. Waten ist einfach und an vielen Stellen, bis auf die tiefen Pools, möglich. Die Reykjadalsa fließt durch zwei Seen auf ihrem Weg zum Big Laxa; im unteren Teil nach den Seen sind die Forellen kleiner, nehmen dafür aber gerne eine Trockenfliege. Zudem gibt es im Fluß Saiblinge, die vor allem im und um den ersten See vorkommen.
Ein weiterer möglicher und sehr willkommener Beifang sind Lachse.

Befischt wird die Reyjadalsa üblicherweise mit Forellenruten der Klassen 3-6. Wir empfehlen, Klinkhammars, Shuttlecocks, Caddis, Gnats, Midges etc. trocken in der Box zu haben. Erfolgreiche Nymphenimitationen sind Caddis und Mückenimitationen. Zudem sollten sich einige Kleinfisch- und Stichlingsimitationen in der Box befinden.

Die Unterkunft ist neu gebaut und bietet Platz für bis zu acht Personen in vier Doppelzimmern, die alle über ein eigenes Badezimmer inkl. Dusche verfügen. Zur Entspannung beim „After-Fishing“ gibt es einen Hot Tub.

Schöne Bachforelle auf Nymphe, Reykjadalsá, Island

 

Svarta

Die Svarta ist der Oberlauf des Huseyjarkvisl, oberhalb des Reykjafoss Wasserfall, den die Wandersalmoniden nicht passieren können. Der Huseyjarkvisl ist berühmt für seinen fantastischen Meerforellen- und Lachsaufstieg; wenige Angler wissen um die sehr guten Bachforellenbestände. In 2007 wurde der Fluß durch neue Pächter übernommen, die eine strikte flyonly, C&R-Vorschrift erlassen haben, was die Bestände noch verbessert hat. Die Svartá wird mit 4 -6 Ruten / Tag befischt.

Die Svarta fließt im oberen Teil schnell und durch eine Felsschlucht. Die Fischer müssen längere Fußmärsche in Kauf nehmen, dafür bekommen sie aber einen Blick auf atemberaubende Landschaften und nahezu unbefischte Pools. Auf dem Weg flussabwärts wird der Fluß ruhiger und mäandert mehr. Bei guten Schlüpfen erwartet die Angler eine fantastische Trockenfliegenfischerei und ansonsten eine sehr ergiebige Nymphenfischerei.

Befischt wird die Svartá mit der gleichen Ausrüstung und den gleichen Fliegen wie die Reyjadalsa.

Die Unterkunft liegt direkt an den Ufern des Flusses. Sie bietet drei Doppelzimmer. Des weiteren gehört ein Hot Tub zur Ausstattung der Lodge, der perfekt zur Entspannug nach einem langen Fischtag geeignet ist.

Pool an der Svartá, Island

Brunna in Oxarfjordur

Die Brunná in Oxarfjordur ist ein glasklarer Char-, Bachforellen- und Meerforellenfluss ca. 20 Minuten von der Litla entfernt. Durch diese Lage bietet sie sich optimal für einen kombinierten Trip mit der Litla an. Der Fluss wird mit maximal drei Ruten / Tag fly-only befischt, es besteht Catch & Release-Gebot. Die Saison beginnt am 1.4. und endet am 10.10.
Die Brunna fließt durch wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaften und mündet in den Gletscherfluss Jokulsá, wo sich das klare Wasser mit dem trüben Gletscherfluss vermischt (ein Hotspot). Die Fliegenfischer dürfen den Fluss auf zehn Kilometer Länge befischen – das bedeutet jede Menge Platz für die drei Ruten.
Zu Beginn der Saison im April werden vor allem Meer- und Bachforellen gefangen. Ab Mitte Juni steigen auch die Arctic Char in den Fluss auf – die Brunna ist einer der besten Flüsse Islands für die Fischerei auf die meerwandernden Saiblinge. Zusammen mit den großen Bachforellen sind die Arctic Char in dieser Zeit die Hauptzielfische. Der Sommer leitet zudem den Beginn der Trockenfliegenfischerei ein. Ab Ende August kommen dann die ersten aufsteigenden Meerforellen hinzu. Die Isländer sagen, dass die Meerforellenzeit beginnt, sobald der erste Schnee auf den umliegenden Berggipfeln zu sehen ist.
Die neu gebaute Lodge liegt in direkter Nähe des Flusses und bietet Platz für bis zu sechs Personen. Die Fliegenfischer können zu Fuß von der Lodge an den Fluss laufen.

Grpße Bachforelle aus der Brunná, Island

Laxa / Big Laxa

Die Laxá oder auch Big Laxa ist einer der schönsten und produktivsten Forellenflüsse Islands.  Der Fluss hat einen außerordentlichen Bestand an großen Bachforellen, die aufgrund des guten Habitats extrem abwachsen. Die Laxa entspringt in Nordostisland im See Myvatn (Myvatn heißt Mückensee); der Name stammt nicht von ungefähr. Die Mücken sind Nahrungsgrundlage für die Forellen und viele der dort lebenden Vogelarten. Durch die Lage ist dieser Fluss sehr gut mit anderen Flüssen kombinierbar; die Reykjadalsá beisielsweise fließt direkt im Tal nebenan. Auch einige Tage an Litlá oder Svartá kann man wunderbar mit der Laxá kombineren. Der Fluss selber ist in drei Abschnitte untergliedert:

  • Laxa in Myvatnssveit: der oberste Abschnitt der Laxá. Zehn bis zwölf Ruten sind auf diesem Abschnitt vom 1. Juni bis zum 31. August verfügbar. Die Laxá in Myvatnssveit besitzt unzählige Pools, Pockets und lange Züge, die befischt werden können. Aufgrund der Weitläufigkeit des Gebietes haben alle Fischer am Fluss genügend Platz. Dieser Abschnitt gilt als eine der besten Forellenfischereien weltweit.
    Zu der Fischerei gehört eine Lodge mit Vollverpflegung.

 

Auslauf der Laxá in Myvatnssveit, Island

 

  • Laxa in Laxardalur: der mittlere Abschnitt der Laxá. Zehn Ruten sind verfügbar. Das Gebiet hier ist nicht so weitläufig wie am Myvatnnsveit, der Zugang zum Fluss also einfacher. Die Saison beginnt am 1.6. und endet am 31.8. Die Fischerei ist genauso gut wie die am oberen Abschnitt.
    Die Unterkunft an diesem Abschnitt der Laxá ist eine Lodge mit Vollverpflegung, analog zu den Full-Service Lachsfischereien Islands.

 

Bachforelle aus der Laxá, Island

 

  • Laxa in Adaldalur: der unterste Abschnitt. Vielen Fliegenfischern wird dieser Abschnitt als „Big Laxá“ bekannt sein: die Lachse, die hier gefangen werden, gehören zu den größten der ganzen Insel. Neben den Lachsen gibt es aber auch hier einen hervorragenden Bestand an großen Bachforellen, die mit fünf Ruten befischt werden. Jedes Jahr werden um die 1000 Fische gefangen, und manchmal gibt es einen gewichtigen Beifang in Form eines Lachses…Die Saison beginnt hier bereits am 20.5. und endet am 31.8.
    An diesem Abschnitt gibt es keine Lodge, aber mehrere gute Bed & Breakfasts in direkter Umgebung.

Dicke Bachforelle, Laxá, Island

Großforellen in Südisland

Seit einigen Jahren wird die Fischerei auf die riesigen Bachforellen des Thingvellir-Sees in Südisland immer berühmter. In 2015 konnte Nils Jörgensen beispielsweise einen Fisch von 15kg landen. Diese Fische sind absolut wild, kugelrund und wunderschön. Diese Forellen werden hauptsächlich im Mai befischt.
Mit einem Guide haben wir nun die Möglichkeit, nicht nur dort sondern auch an anderen Flüssen und Seen anhand der Konditionen am jeweiligen Angeltag auszuwählen. Das Ziel bei dieser Fischerei sind größtmögliche Fische, Bachforellen und Saiblinge. Teil des Pauschalpreises pro Tag sind Lizenzen, Guiding, und Selbstverpflegungsunterkunft inkl. Bettwäsche und Endreinigung. Diese Pakete sind ab 2 Personen in der Gruppe, ab 2 Fischtagen, im Monat Mai verfügbar.

Bachforelle aus der Eiszeit, Thingvellir, Island

 

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